19/12/25

Irland: Schwere See verhindert Bergung des Trawlers vor Dingle

Schweres Wetter verhindert die Bergung des Trawlers "Fastnet". Das havarierte Schiff liegt nur wenige hundert Meter von einem der schönsten Strände Kerrys entfernt: Seit Tagen tobt der Atlantik – und mit jeder Welle wächst die Sorge, dass aus der Havarie eine Umweltkatastrophe wird... (Foto: Florian Walsh)
Irland: Schwere See verhindert Bergung des Trawlers vor Dingle

Sieht idyllisch aus - doch ist nach wie vor gefährlich...

Schwerer Seegang erschwert weiterhin die Bergung des französischen Fischtrawlers „Fastnet“, der an den Felsen nahe Daingean Uí Chúis in der Grafschaft Kerry festliegt. Das 27 Meter lange Schiff wurde bei starkem Wind und Maschinenausfall beim Auslaufen aus dem Hafen auf die Klippen unterhalb des Binn-Bán-Leuchtturms gedrückt und sitzt dort seitdem fest. (Wir berichteten HIER im Ankerherz Blog über die dramatischen Ereignisse).

Dramatische Rettung

Alle 14 Besatzungsmitglieder konnten am Sonntag in einer von der Irish Coast Guard koordinierten Aktion per Hubschrauber gerettet werden. Seitdem verhindern Sturm mit Windstärke 8 und bis zu acht Meter hohe Dünung, dass Umwelt- und Bergungsteams das Wrack sicher betreten können. Ein großer Schlepper musste seine Arbeiten abbrechen.

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Besorgniserregend sind Hinweise auf eine Dieselverschmutzung: In den vergangenen Tagen war starker Kraftstoffgeruch wahrnehmbar, zudem wurde ein möglicher Ölfilm rund um das Schiff beobachtet. Die „Fastnet“ soll rund 40.000 Liter Treibstoff an Bord gehabt haben. Nach Einschätzung der Behörden könnten sich noch etwa 17.000 Liter Diesel sowie rund drei Tonnen Öl in höher gelegenen Tanks befinden.

Hinweise auf Umweltverschmutzung

Hafenmeister Nigel Collins betont in irischen Zeitungen, dass alles unternommen werde, um ökologische Schäden zu begrenzen und das Schiff zu sichern. Erst wenn das Wetter es zulässt, könne eine genaue Schadensbewertung erfolgen, Treibstoff abgepumpt und das Schiff entölt werden. Auch die Fangnetze an Bord müssten dringend entfernt werden, da sie eine Gefahr für die Meeresumwelt darstellen. Sobald sich das Wetter beruhigt, soll die Lage neu bewertet werden.

Bergungsexperten hoffen, dass die Doppelboden-Konstruktion des Trawlers die Chancen einer späteren Bergung verbessert. Allerdings zeigen aktuelle Beobachtungen eine abnehmende Schwimmfähigkeit in der Dünung – ein Hinweis darauf, dass der Rumpf möglicherweise bereits beschädigt ist. Das Wrack liegt nur rund 400 Meter vom beliebten Binn-Bán-Strand entfernt, einem sensiblen und landschaftlich geschützten Küstenabschnitt... 

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